Mein Hund bellt Besucher an: Was kann ich dagegen tun?

Mein Hund bellt Besucher an: Was kann ich dagegen tun?

Bellt dein Hund gerne jeden Besucher an, der zu dir nach Hause kommt? So lästig das auch sein mag, es ist eigentlich ganz normal, dass Hunde das tun. Auf diese Weise macht der Vierbeiner dich auf die Anwesenheit einer unbekannten Person aufmerksam, die eine Bedrohung darstellen könnte. Dennoch kann das Kläffen zu einem echten Problem werden, nachdem Besuch dein Haus betreten hat. Einige fragen sich: „Wie kann ich meinem Hund das Bellen, wenn Besuch kommt abgewöhnen?“. Hier findest du die Antwort.

Hund bellt gerbe Gäste an – ist das ein normales Verhalten?

Mein Hund bellt fremde Besucher an, ist das normal? Ja, in Maßen ist dies ein normales Verhalten. Es kommt auch auf den Grund an, warum der Vierbeiner Gäste anbellt. Bellen ist einfach eine Form der Kommunikation bei einem Hund. Dein Schützling meint, dass etwas los ist. Sein Kläffen und seine Körpersprache verraten dir, ob er es mag oder nicht. Viele Hunde springen nach dem Kläffen auf oder lecken die Hände.

Kinder genießen es, sich das Gesicht abzulecken, weil sie so zugänglicher sind als Erwachsene. Aus der Sicht deines Hundes ist das übrigens sehr höflich. Das Ablecken des Gesichts ist ähnlich wie das Ablecken der Lippen, was Hunde ebenfalls tun.

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Warum bellt und knurrt mein Hund Besucher an?

Wenn dein Schützling jedes Mal bellt, wenn Besuch kommt, bedeutet dies oft, dass er Anspruch auf sein Territorium erhebt. Die meisten Hunde sind von Natur aus misstrauisch gegenüber Menschen, die sich auf ihr Territorium wagen.

Dein pelziger Freund kann das als potenzielle Bedrohung ansehen. Hunde haben das Gefühl, dass sie hilfreich und beschützend sind, indem sie sich lautstark äußern.

Im Extremfall kann dieser Territorialismus zu aggressivem Verhalten führen. Eine andere Möglichkeit ist, dass das Geräusch der Türklingel dein Haustier überrascht.

Diese Überraschung ist alarmierender als die Aussicht auf einen Gast.

Während es viele Gründe gibt, die dazu führen, dass Hunde bellen, gibt es drei Hauptursachen für das Bellen.

Territoriales Bellen, aufgeregtes Kläffen und mangelndes Sozialisierungsbellen. Zu wissen, welche dieser Ursachen das Bellen verursacht, hilf das Hundetraining, um das Kläffen des Hundes gezielt zu stoppen.

Territoriales Bellen

Ein Hund bellt Besucher an, um sein Territorium zu bewachen. Achte auf die Körpersprache deines Hundes. Wenn dein Vierbeiner häufig bellt, wenn sich ein Fremder oder ein neuer Artgenosse nähert, und dabei einen steifen Körper zeigt und möglicherweise sogar die Nackenhaare aufstellt, ist dies ein eindeutiges Zeichen dafür, dass er sein Revier verteidigt. Dies geschieht oft, wenn jemand an die Haustür kommt oder einfach nur vorbeiläuft.

In der Regel bedeutet dies, dass er diese Person als potenzielle Bedrohung ansieht. Auch wenn es gut ist, einen Wachhund zu haben, stellt dies eine Bedrohung für den Fremden dar und stört auch jeden, der sich im Haus oder in Hörweite in der Nachbarschaft befindet.

Der Hund bellt Besucher an, wenn er aufgeregt ist

Vor allem bei Welpen ist Übererregung eine der Hauptursachen für das Bellen bei Fremden. Diese Art von Bellen, vor allem wenn es in Bereichen auftritt, die ein Vierbeiner nicht als sein Revier betrachten würde, ist in der Regel nicht bedrohlich. Vielmehr sind sie einfach nur aufgeregt und bringen ihre Energie durch laute Geräusche zum Ausdruck.

In der Regel ist dies ein deutliches Anzeichen dafür, dass Hundewelpen Menschenfreunde sind, was zweifellos eine positive Eigenschaft ist. So positiv dir dieser Aspekt auch erscheinen mag, er kann Fremde oft überrumpeln und ihnen ein Gefühl der Angst vermitteln, weil sie deinen pelzigen Freund nicht persönlich kennen.

Fehlende menschliche Sozialisation

Oftmals bellen Hunde, die als Welpen nicht viel mit Menschen zu tun hatten. Sie wissen nicht, wie sie sich ihnen gegenüber verhalten sollen, und weil sie kein Vertrauen aufgebaut haben. Dies ist auch bei Rettungshunden üblich, die aus Tierheimen kommen, in denen der Kontakt mit Menschen nicht häufig ist.

Auch traumatische Erlebnisse mit früheren Besitzern können die Fähigkeit des Hundes, Fremden zu vertrauen, beeinträchtigen. Das Kläffen in dieser Situation ist in der Regel auf überwältigende Ängste zurückzuführen.

Der Vierbeiner kläfft, wenn Besuch kommt, was soll ich tun?

Mein Hund bellt Besucher an, was soll ich dagegen tun? 4 praktische Tipps, die dir helfen, deinen pelzigen Freund davon abzuhalten, Gäste anzubellen. Denke daran, dass es auch mit den besten Trainingsmethoden nicht sofort alles klappt. Dein Hund bellt Besucher an, dann ist konsequentes Training der Schlüssel, und es ist wichtig geduldig zu sein und deinen Schützling positiv zu bestärken.

Die stille Methode: Das Kommando „Ruhe“

Sobald dein Hund auf andere Menschen trifft und anfängt zu bellen, lasse ihn ein paar mal bellen. Halte ihm dann sanft die Schnauze zu und sage „Ruhe“. Vermeide es zu schreien, da dies zu einer negativen Verstärkung führt. Nehme deine Hände von der Schnauze. Wenn dein Schützling ruhig bleibt, belohne ihn mit einem Leckerli.

Wenn er wieder anfängt zu bellen, wiederhole den Vorgang und belohne ihn jedes Mal, wenn er aufhört zu bellen. Erhöhe allmählich die Zeitspanne zwischen den einzelnen Belohnungen, damit der Befehl richtig verinnerlicht werden kann.

Wenn das Festhalten der Schnauze zu Frustration oder mangelnder Kooperation führt, kannst du diese Methode auch ohne Festhalten versuchen. Gebe das Kommando „Ruhe“ und lenke dann die Aufmerksamkeit deines Hundes von dem Fremden ab, indem du ihm ein Leckerli gibst.

Die Ablenkungsmethode

So einfach es auch klingt, ist die Ablenkung eine der besten Möglichkeiten das Kläffen zu beenden. Eine einfache Methode, deinen pelzigen Freund abzulenken, ist das Schütteln deines Autoschlüssels. Das klirrende Geräusch lenkt die Aufmerksamkeit auf dich.

Sobald du die Aufmerksamkeit deines Hundes gewonnen hast, sagst du „Sitz“ und belohnst ihn mit einem Leckerli. Wenn du dies konsequent praktizierst, wird dein Hund lernen, dass das Kläffen keine Belohnung nach sich zieht und dass gutes Verhalten für ihn von Vorteil ist.

Hund bellt, wenn Besuch kommt, dann solltest du deinen Vierbeiner auslasten

Dein Hund bellt Besuch in der Wohnung an, dann solltest du deinen Schützling unbedingt auslasten. Dies ist ein weiterer Ratschlag für übermütige Hunde, die sich über Gäste freuen. Ein gelangweilter Vierbeiner sieht Besucher instinktiv als vielversprechend an. Endlich passiert etwas, neue Spielkameraden kommen. Du kannst deinen Schützling absichtlich vorzeitig ermüden, um ein wenig mehr Ruhe hineinzubringen.

Das funktioniert natürlich nur, wenn zeitlich alles passt und der Besuch im Voraus angekündigt wird. Wenn du jedoch gerade einen guten Lauf hinter dich gebracht hast, wird er viel ruhiger sein, wenn dein Besuch kommt.

Vorbeugende Maßnahmen

Wenn du deinen Schützling drinnen oder draußen unbeaufsichtigt lassen musst, ist es wichtig, dass du vorbeugende Maßnahmen ergreifst. Wie du lernst, das Kläffen deines Hundes zu unterbinden, wenn du ihn allein lässt, hängt davon ab, wo du deinen pelzigen Freund normalerweise hältst (drinnen oder draußen).

Wenn du ihn drinnen lässt, achte darauf, dass Jalousien und Vorhänge geschlossen sind. Somit kann er keine fremden Personen wahrnehmen. Wenn sich dein Schützling lieber draußen aufhält, ist es hilfreich, einen hohen Zaun zu errichten (undurchsichtiges Zaunmaterial ist am besten geeignet, um die Sicht zu verhindern), um die Möglichkeiten zu begrenzen, über den Garten oder Hof hinauszusehen.

Der Vierbeiner kläfft an der Leine: Ablenkung in der Öffentlichkeit

Wenn der Hund an der Leine bellt, kann das sehr nervig sein. Bei Hunden, die übermäßig aufgeregt sind, ist es wichtig, sie nicht ständig kläffen zu lassen. Wenn du zufällig mit deinem Schützling spazieren gehst, möchten sich vielleicht viele andere Menschen mit ihm beschäftigen. Wenn dein Vierbeiner dann aufgeregt bellt, möchtest du das natürlich vermeiden, dass er für das Kläffen nach Aufmerksamkeit belohnt wird.

Sobald er die fremde Person bemerkt, drehe dich am besten ruhig um und gehen in eine andere Richtung, um jede Möglichkeit der Kontaktaufnahme zu vermeiden. Nehme Leckerlis mit, damit du deinen pelzigen Freund belohnen kannst, wenn er aufgehört hat zu bellen. Nach einiger Übung wird er lernen, dass Bellen dazu führt, dass er nicht mit der Person interagieren kann. Wenn sich dein Vierbeiner ruhig einer anderen Person nähert, belohne ihn für sein gutes Verhalten.

YouTube Video zum Thema: „Hund bellt alles an beim Gassi gehen“ klick hier!