Die Trennungsangst beim Hund – 10 ultimative Ratschläge für Hundehalter

Die Trennungsangst beim Hund – 10 ultimative Ratschläge für Hundehalter

Die Trennungsangst beim Hund kann bei Hundehaltern zu einer unglaublichen Frustration führen. Es kann schwierig sein, eine Diagnose zu stellen, da die Symptome von Hund zu Hund variieren. Und bei manchen Fällen ist es leichter zu behandeln als andere.

In diesem Artikel erklären wir, was Trennungsangst ist, warum sie auftritt, warum manche Vierbeiner anfälliger dafür sind als andere und wie du die Angst in der Praxis behandeln kannst.

Was ist die Trennungsangst beim Hund?

Trennungsangst ist eine häufige Erkrankung bei Hunden, die jede Rasse betreffen kann. Es handelt sich um einen Zustand, bei dem dein Schützling ängstlich und unruhig wird, wenn du ihn allein lässt oder von ihm getrennt bist. Die Verlustangst ist keine Störung, sondern ein Verhaltensproblem, das jeder Hundebesitzer kennen sollte. Menschen lassen ihren Vierbeiner oft unüberlegt Stunden allein.

Das Ausmaß kann sehr unterschiedlich sein. In den leichtesten Fällen zeigt dein Vierbeiner nur dann Anzeichen von Trennungsstress, wenn du ihn für längere Zeit allein lässt. In den schwersten Fällen kann es dazu führen, dass sie sich selbst oder andere verletzen.

Wenn ein Hund über einen längeren Zeitraum allein bleiben muss, zeigt er wahrscheinlich Angstzustände, was nicht so gut ist. Dies kann dazu führen, dass er auf und ab geht, winselt, bellt, uriniert oder kotet, Möbel zerkaut und vieles mehr. In schweren Fällen kann ein Hund sich selbst oder andere verletzen.

Was kann ich dagegen tun?

Wenn dein Vierbeiner unter Trennungsstress leidet, kannst du mehrere Dinge tun. Versuche zunächst, die Häufigkeit und Dauer der Trennungen zu verringern, indem du deinen Hund tagsüber bei einem vertrauten Freund oder Nachbarn lässt.

Wenn dies nicht möglich ist, versuche deinen Vierbeiner mit einfachem Training für kürzere Zeit in seiner Hundebox zu lassen, bis er weniger Angstzustände vor dem Alleinsein hat.

Gebe deinem Hundewelpen Spielzeug oder Leckerlis, um ihn zu beschäftigen, während du weg bist, damit er keine zerstörerischen Kaugewohnheiten entwickelt.

Du kannst auch versuchen, deinem Schützling etwas Neues zum Kauen zu geben, wenn er ängstlich wird, während er alleine zu Hause ist – vielleicht kannst du es sogar im Haus verstecken, damit er es eher findet. Das ist auch gutes Training.

Trennungsstress ist für viele Fellnasen ein ernstes Problem. Zu den Symptomen gehören zerstörerisches Kauen, Bellen, Winseln und manchmal sogar Urin- oder Kotabsatz, wenn sie alleine gelassen werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Angst deines Hundes bei langen Trennungen zu verringern.

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Trennungsangst, Kontrollverlust, Unterbeschäftigung – wenn die Fellnasen nicht allein gelassen werden können, leiden ihre Besitzer sehr darunter. Mit dem großen Test finden Hundebesitzer gut heraus, wo die Probleme liegen. Das Training für entspanntes Alleinsein kann dann schrittweise aufgebaut werden.

Warum bekommt der Hund Trennungsangst?

Die Fellnasen sind soziale Tiere und brauchen ständige Gesellschaft. Wenn du deinen Schützling alleine lässt, empfindet er es als Stressreaktion. Leider kann sich dies in destruktivem Verhalten äußern, das er nicht zeigt, wenn du zu Hause bist. Du kannst also deinen Schützling nicht über längere Zeit alleine lassen.

Trennungsstress ist wahrscheinlicher, wenn dein vierbeiniger Freund ein traumatisches Erlebnis hatte (zum Beispiel: ausgesetzt oder missbraucht wurde) oder von seinen früheren Besitzern vernachlässigt wurde und während der Welpenzeit keine angemessene Sozialisierung mit Menschen und anderen Tieren erfahren hat. Mit einfachem Training können wir Menschen das Problem gut lösen.

Verlustangst ist eine häufige Störung, von der viele Vierbeiner betroffen sind. Dabei können die Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Gibt es Vierbeiner, die bei einer Trennung anfällig sind?

Wenn du zu den Menschen gehörst, die immer mit ihrem Hund im Schlepptau das Haus verlassen, kannst du beruhigt sein. Du wirst deinen Hund nicht ängstlich machen, wenn er für ein paar Stunden alleine bleiben muss. Nur Fellnasen, die übermäßig an ihren Besitzern hängen oder von ihnen verlassen wurden, neigen zu den Ängsten.

Deshalb ist es so wichtig, dass wir als Tierhalter unser Bestes tun, um unsere Fellnasen gut zu behandeln und sie niemals zu misshandeln. Wenn wir wollen, dass unsere Haustiere glücklich und gesund sind, dann müssen wir ihnen ein gutes Vorbild sein.

Es ist wichtig, daran zu denken, dass sich die Gefühle gegenüber seinem Besitzer im Laufe der Zeit ändern können, vor allem, wenn er für längere Zeit alleine gelassen wird. Es kann Tage oder Wochen dauern, bis dein Welpe Anzeichen von Trennungsangst zeigt.

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Ursachen von Trennungsangst beim Hund

Trennungsstress ist ein häufiges Problem bei Hunden, das für den Hund oft sehr belastend sein kann. Hunde sind soziale Tiere, Rudeltiere und abhängig von ihren Besitzern. Sie können sich einsam, ängstlich und verängstigt fühlen, wenn sie von ihrem Besitzer getrennt sind, da sie nicht verstehen können, was passiert oder warum sie alleine bleiben müssen.

Die Angst bei Hunden, die auftritt, wenn ihre Besitzer nicht zu Hause sind, kann sich auf unterschiedliche Weise äußern. Manche Hunde werden unruhig oder aufgeregt, andere laufen im Zimmer herum, winseln oder bellen übermäßig, manche zeigen Anzeichen von Stress wie Hecheln und Sabbern, während andere zerstörerisch werden, indem sie an Türen kratzen oder Möbel zerkauen.

Hunde reagieren sensibel auf die Gefühle ihrer Besitzer und können Ängste und Stress aufgreifen, was dazu führen kann, dass sie sich selbst ängstlich fühlen. Dies ist als „Shelter-Effekt“ bekannt, bei dem Hunde ängstlicher werden, wenn sie sehen, dass ihr Besitzer weggeht, als wenn sie allein in einem Raum sind.

Wie äußert sich die Angst bei einer Trennung?

Distanz: Wenn du deinen Hund allein lässt, versucht er vielleicht, dir zu folgen, wird ängstlich und bellt dich an, wenn du außer Sichtweite bist. Oder läuft hin und her, während er dich ansieht.

Zerstörerisches Verhalten: Dein Hund könnte auf Gegenständen wie Schuhen, Möbeln und anderen Dingen herumkauen, die er normalerweise nicht zerstören darf. Er kann auch an Stellen urinieren oder defäkieren, von denen er weiß, dass sie seine Familienmitglieder verärgern, zwanghaft an Gegenständen lecken, ständig an einem Ort herumlaufen oder hektisch zwischen Räumen hin- und herlaufen.

Bellen: Manche Hunde bellen unaufhörlich, wenn sie allein zu Hause sind – vor allem, wenn ihnen nicht beigebracht wurde, wie sie in dieser Zeit ihr „Geschäft“ verrichten können – und das kann für alle Beteiligten (auch für die Nachbarn) extrem stressig sein. Wenn dein Hund während der Zeit, in der er allein ist, bellt, weil er Angst hat, dass etwas Schreckliches passieren könnte, ohne dass du da bist, um die Dinge vor Eindringlingen zu schützen, wie zum Beispiel Einbrecher.

Symptome von Trennungsangst beim Hund

Dein Schützling hat Verlustangst, und du kennst die Symptome nicht? Hier eine kleine Liste:

  • Der Hund folgt seinem Besitzer
  • Hund weint oder jammert
  • Der Vierbeiner zerstört Dinge (zum Beispiel Möbel)
  • Hund schüttelt sich oder zittert
  • Der Hund bellt oder heult ohne ersichtlichen Grund (er bellt nicht zum Schutz)

Der Hund uriniert oder kotet, wenn er allein gelassen wird. In einigen Fällen kann dies sogar zu einer Verschmutzung des Hauses sowie zu unangemessener Ausscheidung in der häuslichen Umgebung (zum Beispiel auf Teppiche und Möbel) führen.

Manche Hunde werden gegenüber Fremden aggressiv, andere wiederum gegenüber vertrauten Personen wie Familienmitgliedern, die nach längerer Abwesenheit nach Hause kommen.

Einige häufige Anzeichen sind

  • Der Vierbeiner folgt seinem Besitzer von Raum zu Raum oder ist nicht in der Lage, länger als ein paar Minuten allein zu bleiben, ohne dass er Stressverhalten zeigt.
  • Der Hund heult, winselt oder bellt über einen längeren Zeitraum, wenn er allein gelassen wird.
  • Er ist zerstörerisch oder aggressiv.
  • Der Hund uriniert oder defäkiert, wenn er allein gelassen wird.
  • Der Vierbeiner hat Unfälle im Haus oder andere unangemessene Ausscheidungsverhaltensweisen.
  • Der Hund folgt seinem Besitzer von Raum zu Raum oder kann nicht länger als ein paar Minuten allein gelassen werden, ohne Stressverhalten zu zeigen (winseln, auf und ab gehen, speicheln).
  • Der Hund heult, winselt oder bellt über einen längeren Zeitraum, wenn er allein gelassen wird.

Vorbeugen

Du kannst deinem Hund helfen, Trennungsangst zu vermeiden, indem er nicht für längere Zeit allein bleiben muss. Wenn du für ein paar Stunden außer Haus musst, sorge dafür, dass jemand den ganzen Tag nach dem Hund sieht.

Eine weitere Möglichkeit, die Trennungsangst deines Hundes zu vermeiden, besteht darin, deinem Hund genügend Spielzeug zu geben. Ein Hund, der sich langweilt, neigt eher dazu, diese Störung zu entwickeln, also sorge dafür, dass er so oft wie möglich mit neuem Spielzeug unterhalten wird.

Wenn er sich zum Beispiel an einem Tag mit seinem quietschenden Gummiball langweilt, besorge ihm morgen einen neuen. Wenn möglich, kannst du deinem Hund beibringen, mit verschiedenen Spielzeugen gleichzeitig zu spielen, indem du ihm mehrere Dinge auf einmal gibst und beobachtest, wie er mit allen zusammen spielt (das hilft auch, seinen Verstand wach zu halten).

Du kannst sogar einige Leckerbissen kaufen, die speziell für das Training entwickelt wurden.

Behandlung

Um die Angst zu behandeln, musst du zunächst die Ursache für das Verhalten deines Hundes ermitteln. Wenn ein neues Haustier oder ein neues Familienmitglied in den Haushalt aufgenommen wurde, solltest du sicherstellen, dass alle Anzeichen von Stress in dieser Situation beseitigt werden, bevor du versuchst, die Trennungsangst zu behandeln.

Du kannst das tun, indem du körperliche Zuneigung vermeidest, wenn du den Hund verlässt, und sicherstellst, dass er von anderen Haustieren getrennt gehalten wird, bis er sich in der Nähe des anderen wohlfühlt.

Oft stellen Besitzer fest, dass ihre Hunde entspannter werden, wenn sie beginnen, sie für etwas anderes zu trainieren. Dies kann dazu beitragen, den Stresspegel des Hundes zu senken, da er sich tagsüber auf etwas anderes konzentrieren kann, während du weg bist.

Die Angst lässt sich am besten mit Verhaltens-modifizierenden Techniken wie Desensibilisierung und Gegenkonditionierung sowie mit Trainingsmethoden wie dem Clicker-Training behandeln. Dabei wird gutes Verhalten mit Leckerlis belohnt, damit dein Hund lernt, was er in bestimmten Situationen tun soll, anstatt zu raten, was passieren könnte, wenn jemand ohne ihn geht. Das bedeutet, viel Training, Training und Training.

Fazit

Wenn du dir Sorgen um die Verlustangst deines Hundes machst, ist es am besten, wenn du dich an einen Fachmann wendest. Ein Tierarzt oder Verhaltensforscher kann dir dabei helfen, herauszufinden, ob dein Hund unter Trennungsangst leidet und wie man das behandeln kann. Je früher du Hilfe suchst, desto größer ist die Chance auf ein positives Ergebnis. Auch viel Training kann dazu beitragen.